Der Sternenhimmel über Pasadena, als Curiosity auf dem Mars landete

Spät am 5. August 2012 sprang ein Raum voller Ingenieure im Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena auf und jubelte. Das Signal war da: Der Rover Curiosity stand sicher auf dem Boden des Gale-Kraters auf dem Mars.

Curiosity ist etwa so groß wie ein kleines Auto. Für eine Landung auf Airbags wie bei den Rovern davor war er zu schwer. Deshalb ließ ihn ein raketengetriebener Himmelskran an Seilen auf den Boden hinab.

Der Himmel über Pasadena, Kalifornien, USA am 5. August 2012

Der Himmel war ganz dunkel. Am Himmel stand ein abnehmender Dreiviertelmond, zu 82 % beleuchtet. Er stand 9° über dem Horizont im Osten, im Sternbild Fische. Saturn stand über dem Horizont und war ohne Teleskop zu sehen.

Ortszeit
22:32
Zeit in UTC
6. August 2012 um 05:32 UTC
Sonne
Nacht
Position der Sonne
28° unter dem Horizont
Mondphase
abnehmender Dreiviertelmond
Beleuchtung des Mondes
82 %
Position des Mondes
9° über dem Horizont im Osten

Was in dieser Nacht geschah

Das Team nannte die Landung „seven minutes of terror“, sieben Minuten Schrecken. Die Sonde musste ganz allein, ohne Hilfe von der Erde, von etwa 21.000 Kilometern pro Stunde auf ein sanftes Aufsetzen abbremsen.

Funksignale brauchten etwa 14 Minuten vom Mars zur Erde. Als das Team hörte, dass die Landung begonnen hatte, stand der Rover schon auf dem Boden.

Warum diese Nacht unvergessen ist

Millionen Menschen verfolgten die Landung online, viele davon spät in der Nacht. Die ersten Schwarz-Weiß-Bilder kamen schon nach wenigen Minuten.

Curiosity fuhr danach durch den Gale-Krater und stieg die Hänge des Mount Sharp hinauf. Eine Sternenkarte dieser Nacht passt zu Ingenieuren, Wissenschaftlerinnen und allen, die damals wach geblieben sind.

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