Der Sternenhimmel über Berlin in der Nacht des Mauerfalls

Am Abend des 9. November 1989 sagte ein DDR-Funktionär auf einer Pressekonferenz, dass Bürger der DDR nun in den Westen reisen dürften. Auf die Frage, ab wann die Regelung gelte, antwortete er, sie gelte sofort.

Innerhalb weniger Stunden versammelten sich Tausende Ost-Berliner an den Grenzübergängen. An der Bornholmer Straße konnte der diensthabende Offizier die Menge nicht mehr zurückhalten und öffnete den Übergang.

Der Himmel über Berlin, Deutschland am 9. November 1989

Der Himmel war ganz dunkel. Am Himmel stand ein zunehmender Dreiviertelmond, zu 84% beleuchtet. Er stand 30° über dem Horizont im Südwesten, im Sternbild Fische. Jupiter stand über dem Horizont und war ohne Teleskop zu sehen.

Ortszeit
23:30
Zeit in UTC
9. November 1989 um 22:30 UTC
Sonne
Nacht
Position der Sonne
54° unter dem Horizont
Mondphase
zunehmender Dreiviertelmond
Beleuchtung des Mondes
84%
Position des Mondes
30° über dem Horizont im Südwesten

Was in dieser Nacht geschah

Menschen strömten über die Bösebrücke nach West-Berlin. Fremde umarmten sich, weinten und teilten Getränke. Später in der Nacht öffneten auch andere Übergänge.

Am Morgen standen Menschen am Brandenburger Tor oben auf der Mauer. Die Mauer hatte die Stadt seit August 1961 geteilt.

Warum diese Nacht unvergessen ist

Die Öffnung der Mauer führte weniger als ein Jahr später zur Deutschen Einheit. Manche Familien sahen in dieser Nacht Verwandte zum ersten Mal seit Jahren wieder.

Eine Sternenkarte dieser Nacht passt zu allen mit Wurzeln in Berlin oder zu einem Paar, dessen Familien einst durch die Grenze getrennt waren.

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